Rosengartengruppe Dolomiten – Ersteigungen – Stabelerturm
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Dem Delagoturm folgt gegen Osten der Stabelerturm, 2805 m, von Dr. H. Helyersen in seinem Aufsatze Südwestlicher Turm genannt. Enge, von mauerglatten Wänden begrenzte Scharten trennen ihn von seinen hart nebenanstehenden Nachbarn, die er wohl um einige Meter überragt, denen er jedoch an Kühnheit und Größe des Aufbaues weit nachsteht. Gegen Norden und Westen zeigt allerdings auch dieser Turm mächtige, jähe Wände und kühne Formen; der nach Südosten gewendeten Seite ist jedoch ein breiter, nicht sonderlich steiler, höckerartiger Vorbau angelagert, der von zahlreichen Rissen und Kaminen durchzogen ist, die einen nicht allzu schwierigen Anstieg zur Spitze gewähren. Auf dieser Seite erfolgte denn auch die erste Ersteigung des Turmes durch den Führer Hans Stabeler und Dr. H. Helversen. Dieselben gingen am 16. Juli 1892 vom Gartl über Schutt- und Schrofenhänge unter dem Laurinspasse hin zu dem von der Scharte zwischen Winklerturm und Stabelerturm herabkommenden Couloir, in welchem sie kurze Zeit emporstiegen. Schon einige Tage früher hatte Stabeler bei einer Recognoscierung eine an den Steilabfall des Turmes sich lehnende Felssäule entdeckt. Der Kamin zwischen der 20 M hohen Säule und der Wand vermittelt den Aufstieg zu den weniger geneigten Felspartien oberhalb derselben. Nachdem der Kopf jener Felssäule erreicht war, musste an der plattigen Wand nach rechts zu. einem kurzen Kamin gequert werden, durch den ein breites, schuttbedecktes Band erreicht wurde. Jetzt kürzt man den unangenehmen Quergang, indem man schon. nach wenigen Schritten über ein Wandl direkt zum Bande emporklettert.
Dem Bande einige Schritte nach links folgend, gelangten die Bergsteiger sodann über steile Schrofen und Kamine zum Rande der Nordwand des Turmes, während. die Felsen sich gegen Westen höher aufbauen. Zwischen dem Massive und einem freistehenden Felsblock hindurchschlüpfend, kamen sie weiter auf ein Geröllband, das wieder zur Südflanke des Turmes führte; sein Gipfel bleibt jedoch immer westlich, da der ganze Anstieg sich auf der Ostseite bewegt. Hinter dem Bande führt in exponierter Lage ein Überhang zu einem Kamin, an den sich ein zweiter, sehr brüchiger anschließt. Einige Schritte nach links führen hierauf zu einer gegen 8 m hohen, senkrechten Wand, der letzten Schwierigkeit, die vom Gipfel scheidet.2) Ein mächtiger Steinmann wurde errichtet und sodann auf gleichem Wege wieder der Abstieg angetreten. Für den Auf- und Abstieg sind je eine Stunde zu rechnen.
Die zweite Ersteigung des Turmes unternahm L. Treptow mit dem Führer Sepp Innerkofler am 27. Juni 1893.3)
Im folgenden Jahre wurde der Turm mehrmals erklettert, so auch von Dr. V. von Wolf-Glanvell mit dem Führer J. Bergmann, welche, da Vereisung den hinter dem Felspfeiler befindlichen Kamin ungangbar machte, direkt von Süden über eine hohe, plattige Wand das mehrerwähnte Schuttband erreichten, von dem dann auf dem gewöhnlichen Wege zum Gipfel emporgestiegen wurde.
Am 8. August 1898 gelang dem Verfasser ein direkter Abstieg vom Stabelerturm nach Osten in die Scharte zwischen diesem und dem Winklerturm. Diese Scharte wird jetzt zuweilen »Stabelerscharte« genannt. Ich verließ den Gipfel auf dem gewöhnlichen Wege, dem ich jedoch nur ein kurzes Stück folgte und wandte mich dann über Schrofen nach links hin zum breiten Ostgrate des Turmes, auf dessen breiter Kante ich mich bis zu einem Steilabbruche hielt. Derselbe schien sich an der Nordseite des Grates umgehen zu lassen, denn hier ziehen durch das Gewände mehrere breite Bänder hin, die erst in der Nähe der Scharte abbrechen. Über einige Kletterstellen gelangte ich auf das unterste der Bänder. Ich stand nun hart ober dem ungeheuren Nordabsturze des Turmes. Fast greifbar nahe erhob sich vor mir der Winklerturm, .an dessen Nordwand jeder Griff zu sehen war. Ein kurzer Quergang nach links brachte mich gegen eine vorstehende, zur Stabelerscharte abfallende Felsrippe, hinter der ein Kamin bis zu einem etwa 25 et tiefer liegenden, kleinen Felsvorsprung hinabzieht. Der obere Teil des Kamins ist nur mäßig steil, doch ist das Gestein in demselben außerordentlich brüchig. Nachdem ich etwa 20 m
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Comments (3)
Bergfreunde
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Rosengartengruppe Dolomiten – Ersteigungen – Stabelerturm…
Ich finde ihren Eintrag sehr informativ…
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Bergfreunde
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Rosengartengruppe – Sattelspitzen – Ersteigungen…
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Bergfreunde.co - Bergwelt
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Rosengartengruppe – Vajoletspitze – Ersteigungen…
ich finde ihren eintrag informativ, danke
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